MotoGP-Fahrerkarussell dreht sich

MotoGP- Stühlerücken: Dani Pedrosa, Jorge Lorenzo, Danilo Petrucci

Die Plätze für die Saison 2019 werden kräftig durchgetauscht:

MotoGP – Das große Durchtauschen läutete Jorge Lorenzo ein. Dass der Spanier nächstes Jahr nicht mehr Ducati fahren wird, war bereits länger klar. Nach dem ­Italien-Grand Prix in Mugello verkündete Honda dann, dass Dani Pedrosa seinen Platz im Repsol-Team verlieren wird – nach 18 Jahren in drei Grand Prix-Klassen. Jorge Lorenzo wird diesen Platz ein­nehmen und zusammen mit Marc Marquez, dem Weltmeister von 2017, ein Honda-Dream-Team bilden. Dani Pedrosa wird nach dem Ende der Saison zurücktreten.
Den neben Andrea Dovizioso frei gewordenen Platz im Ducati-Werksteam wird Danilo Petrucci übernehmen, der in seiner bereits vierten Saison mit der Ducati vom werksunterstützten Pramac-Team immer besser wird. Bei den Werks-Yamahas bleibt mit Valentino Rossi und Maverick Vinales alles wie bisher. Ebenfalls steht bereits länger fest, dass Johann Zarco vom Yamaha-Satelliten-Team Tech3 zu KTM ins Werksteam als neuer Kollege von Pol Espargaro wechseln wird.
Tech3, das bisherige Team von Zarco und Jonas Folger, der diese Saison wegen Gesundheitsproblemen komplett pausiert, wird ab 2019 Rennmotorräder von KTM statt von Yamaha einsetzen. In diesem Team des Franzosen Herve Poncheral werden die neuen Fahrer Miguel Oliveira, der somit als erster den kompletten KTM-Aufstieg von der Moto3- über die Moto2- in die Königsklasse vollzieht, sowie Folgers diesjähriger Vertreter Hafizh Syahrin aus Malaysia Gas geben.
Yamaha liefert die Kunden­maschinen nun an das SIC-Petronas-Team, das schon in der Moto2 und Moto3 unterwegs ist. Als Fahrer wurde der 2017er-Moto2-Weltmeister Franco Morbidelli verpflichtet, der heuer noch mit den Hondas vom Team Marc VDS zusammen mit Tom Lüthi unterwegs ist. Dani Pedrosa hat ein Angebot von SIC-Petronas jedoch abgelehnt.
Schon lange stand bei Suzuki ein Fragezeichen über Andrea Iannone, und Anfang Juli verkündete Aprilia den Abschluss eines Zwei-Jahres-Vertrags mit dem Italiener an der Seite des bleibenden Aleix Espargaro.
Suzuki wiederum hat sich für die kommende Saison den Spanier Joan Mir geangelt. Der Moto3-Weltmeister des letzten Jahres wird damit nach nur einer flotten Durchgangssaison in der Moto2-Klasse neuer Teamkollege von Alex Rins in der Königsklasse.
Nach acht von 19 Rennen führt das Enfant Terrible Marc Marquez mit vier Siegen die Tabelle ziemlich deutlich an. Danach folgen die beiden Yamaha-Werksfahrer Valentino Rossi und Maverick Vinales sowie Johann Zarco mit der Tech3-Yamaha – alle bisher ohne Sieg. Auf den weiteren Plätzen Andrea Dovizioso (ein Sieg), Cal Crutchlow (Honda, ein Sieg) und Jorge Lorenzo (zwei Siege).

MV Agusta kehrt in den Grand Prix-Sport zurück

Berichtenswertes gibt es auch aus der Klasse Moto2 zu vermelden: In den Grand Prix-Sport möchte nach 42 Jahren die legendäre Marke MV Agusta wieder einsteigen. Das Rennsport-erprobte und immer von Geldsorgen geplagte Forward Racing Team wird die Einsätze leiten. Prekär: Ab 2019 müssen alle Rennteams die Einheits-Dreizylinder-Motoren von Triumph einsetzen – und das, obwohl die Italiener über einen eigenen Dreizylinder verfügen.

 

Fotos: MotoGP, MV Agusta